Bild vom Trekking in Nepal

Trekking - Tag 12 bis 16

12. Tag Tul Syabru - Sing Gompa
13. Tag Sing Gompa - Gosainkunda
14. Tag Gosainkunda - Tharepati
15. Tag Tharepati - Kutumsang
16. Tag Kutumsang - Chisapani
17. Tag Chisapani - Sundarijal


12. Tag

An diesem Tag haben wir einen Aufstieg von 1000 Höhenmetern vor uns. Auf den ersten drei Stunden bringen wir in einem steilen Anstieg die gesamte Distanz hinter uns. Zunächst laufen wir durch die typische Terassenlandschaft, und es bietet sich immer wieder die Gelegenheit einen Schokoriegel zur Energiegewinnung zu kaufen. Im Laufe des Aufstiegs wechseln wir dann wieder in einen Rhododendronwald, und nach drei Stunden sehen wir unsere Mittagsstation malerisch auf einem schmalen Kamm gelegen. Von hier uns bietet sich ein grandioser Ausblick auf das Langtangtal, das wir bereits durchlaufen haben mit allen seinen Schneebergen auf der einen Seite, und auf der anderen Seite können wir Dhunche und die Straße nach Kathmandu in einer Terassenlandschaft erkennen. Der Rest des Tages ist sehr einfach und traumhaft schön. Wir laufen durch einen Kiefernwald, der an den Schwarzwald mit Blick auf die Rheinebene erinnert. Die Vegetation blüht in allen Farben, und wieder finden sich überwiegend rote Rhododendren.
Wanderzeit: knapp 4,5 Std.

13. Tag

Weitere 1000 Höhenmeter warten darauf, von uns erklommen zu werden. Zunächst geht es jedoch ziemlich flach durch einen Rhododendron-/Kiefernwald, der uns immer wieder den Ausblick auf das unter uns liegende Tal eröffnet und etwas später auch auf den Langtang Himal und Tibet Himal. Nach 90 min kommen wir auf einen weiteren Kamm direkt an der Baumgrenze und eine Hütte lädt zu einer kurzen Pause ein, die ebenso in den Alpen stehen könnte. Anschließend laufen wir in Serpentinen steil hinauf, und bei schönem Wetter öffnet sich der Blick auf das Langtang Himal- und Manaslumassiv (8000er) und bietet ein unglaubliches Panorama. Nach dem Mittagessen müssen wir noch ein paar Meter aufsteigen und bei einem Ghompa (buddhistische Meditationsstätte) überqueren wir einen Pass (4150m). Auch hier bietet sich noch einmal ein unglaublicher Blick auf etliche Himalaya Riesen, und weiter unten die Terrassenlandschaft aus der wir aufgestiegen sind. Der Rest des heutigen Wegs ist fast flach und führt immer am Hang entlang bis wir bei den heiligen Seen in Gosainkunda angekommen sind.
Wanderzeit ca. 5 Std.

14. Tag

Heute müssen wir früh aufstehen, weil ein harter Tag auf uns wartet. Wer möchte, kann vor dem Frühstück bei Sonnenaufgang zu den heiligen Seen pilgern und einen Wunsch an den höchsten Hindu Gott Shiva richten und sich mit dem eiskalten Wasser benetzen. Nach dem Frühstück steigen wir die letzten 250 m auf und gelangen zum höchsten Punkt unserer Trekkingtour, dem Lauribinayak Pass auf 4600m. Durch die lange Akklimatisierungsphase sind keinerlei Probleme auf dieser Höhe zu erwarten. Natürlich bietet sich ein großartiger Ausblick, der zu Gipfelphotos einlädt. An diesem Tag ist auch wärmere Kleidung von Vorteil. Nach einiger Zeit machen wir uns an den Abstieg. Dabei durchwandern wir verschiedene Vegetationszonen und steigen bis Ghopte teilweise recht steil ab. Da hier die Unterkunftmöglichkeiten nicht gerade gut sind, laufen wir noch zwei Stunden weiter, zur Abwechslung wieder bergauf bis nach Tharepati. Dies ist mit Sicherheit der anstrengendste Tag der Tour und nach einem reichhaltigen Abendessen am Ofen fallen wir müde aber glücklich ins Bett.
Wanderzeit: 8,5 Std.

15. Tag

Nach den Anstrengungen von gestern ist dieser Tag recht erholsam, da wir die ganze Zeit bergab laufen, zunächst durch bewaldetes Gebiet mit Blick auf den Dorgelapa Himal, den man auch schon von Kathmandu aus sehen kann. Der Wald wird mit abnehmender Höhe immer dichter und es finden sich nur wenige menschliche Siedlungen bis zum Ende unserer Etappe. Für Vogelliebhaber ist dieser Tag sehr interessant, da in den Bäumen und Büschen die verschiedensten einheimischen Vögel bestaunt und beobachtet werden können. Die Möglichkeit Affen zu sehen, ist auch heute ziemlich groß. Auf dem letzen Stück geschieht der Abstieg in den Furchen des Monsunregens in tiefen Lehmkanälen. Etwas Vorsicht ist geboten, um nicht ins Rutschen zu kommen. Kurz vor Kutumsang laufen wir an einem kleinen Stupa vorbei, und können uns dann am Nachmittag im Garten unserer Unterkunft ausruhen und eine heiße Dusche genießen.
Wanderzeit ca. 4,5 Std.

16. Tag

Auch heute machen wir uns rechtzeitig auf den Weg, da der heutige Tag recht lang ist. Zum Einlaufen führt der Weg fast flach durch das Ende des Waldes, danach geht es durch die zahllosen Terrassen auf lehmigem Boden und Wiesen abwärts. Wir können in zwei Tälern die Prägung dieses Gebiets durch die Landwirtschaft erkennen. überall liegen Häuser und kleine Dörfer und Wege führen zu den Siedlungen. Vor unserem Mittagessen müssen wir noch einmal auf einem breiteren Weg hinaufsteigen und am Ende eines Sporns geht es wieder hinab nach Chipling. Ab hier führt der Weg durch viele Dörfer und Terrassen weiter nach unten. Die letzte Stunde des Tages geht es noch einmal steil bergauf, entweder auf einem breiten neuen Weg oder auf der alten schmalen Abkürzung. In Chisapani wartet eine schöne Unterkunft mit tollem Blick auf die Berge auf uns.
Wanderzeit: ca. 7 Std.

17. Tag

Der letzte Wandertag ist gekommen. Bevor es losgeht muss noch ein Permit für den nächsten Nationalpark, den wir heute komplett durchwandern, besorgt werden. Direkt nach dem Start biegen wir links von der breiten Straße ab und gehen den Fußweg durch einen schönen Wald. Es geht ständig bergab, aber nicht zu steil, so dass das Laufen sehr angenehm ist, und wir die letzten Stunden genießen können. Nach zwei Stunden kommen wir nach Simupuri und unser Blick kann nun ungehindert über das Kathmandutal schweifen. Durch das Dorf führen steile Treppen an Kühen, Ziegen, Enten und anderen Tieren vorbei. Wir können der Landbevölkerung ein letztes Mal bei ihrem täglichen Leben über die Schulter gucken, dennoch sieht man schon deutlich den Einfluss der nahen Metropole.
Am Ende des Dorfes passieren wir einen letzten Wald und kommen auch an einem der Grundwasserspeicher, einem schönen Waldsee, von Kathmandu vorbei. An den Pipelines entlang führen die letzten Meter durch ein Flusstal, bis wir nach Sundarijal kommen. Von dort lassen wir uns in Taxen in einer gut 30 minütigen Fahrt wieder zu unserem Hotel nach Kathmandu bringen.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und kann zum Shoppen, weiterem Sightseeing oder Ausruhen genutzt werden.
Wanderzeit: knapp 4,5 Std.

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